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Man sollte ruhig Namen nennen…Abzocker im Internet…

Immer wieder einmal hört man von Abzocke im Internet und liest die Warnungen div. Verbraucherverbände dazu, der Gesetzgeber bemüht sich eifrig diesem Treiben eine Ende zu setzen und erreicht doch meist nichts. Die Abzocker-Firmen wechseln einfach den Namen und manchmal auch das Land…ihre Geschäfte betreiben sie weiter. Es stört sie nicht wenn ahnungslose Kunden in die Falle tappen, Webseiten aufrufen wo schon ein einziger Klick mal eben 59.-/69.- oder noch mehr Euro an Kosten verursachen kann.
Hinweise auf ein kostenpflichtiges Angebot finden sich, wenn überhaupt nur im Kleingedruckten der AGB’s..!
Deutsche Gerichte haben zwar in mehreren Urteilen festgehalten das Kostenpflichtige Angebote schon auf der Startseite als solche zu erkennen sein müssen…aber was stört das den Anbieter wenn er seinen Sitz nicht in Deutschland hat.
Der Kunde, der auf diese Seiten herein fällt, ist im ersten Moment der Dumme…und soll zahlen.
So zumindest wollen uns die Abzocker das Glauben machen und schicken dementsprechende Drohbriefe…meist als E-Mail weil die reale Anschrift des Kunden fehlt.

Nun, es wird Zeit das der Kunde sich gegen solche Machenschaften zur Wehr setzt und den Betrügern im Internet mal die Kante gibt…in den meisten Fällen reicht es aus wenn man auf eine Droh-E-Mail einfach nicht antwortet…der Betreiber einer Betrüger-Webseite hat keine Möglichkeit an die richtigen Daten (Namen,Anschrift etc.)hinter einer IP oder einer E-Mail in Erfahrung zu bringen, auch wenn immer wieder etwas anderes behauptet wird.
Als Standard-Spruch liest man auf Betrüger-Seiten immer folgendes:
* Um Missbrauch und wissentliche Falscheingaben zu vermeiden, wird Ihre IP-Adresse 88.**.** bei der Teilnahme gespeichert. Anhand dieser Adresse sind Sie über Ihren Provider: dslb-***-*************.pools.*******-ip.net identifizierbar. Durch Betätigung des Button „Test starten“ beauftrage ich *********, für mich den ******* -Test bereitzustellen sowie eine Auswertung & Analyse zu erstellen sowie für das *********.de-Gewinnspiel zu registrieren. *********.de wertet Ihren Test in Echtzeit aus
und stellt Ihnen Daten und Fakten rund um das Thema ******* zur Verfügung.
Der einmalige Preis für die Teilnahme beträgt 59 Euro inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer.

Dieser Text klingt gut und bei manch einem Zeitgenossen führt er auch zum gewünschten Ergebnis…der Kunde zahlt und mehr ist auch nicht gewollt.
Tatsächlich ist es dem Betreiber einer solchen Seite aber nicht möglich Kundendaten mal eben so bei einem Provider abzufragen, zu schnell würde eben dieser Betreiber vor Gericht erklären müssen was er da eigentlich tut.
Einen weiteren Weg der Gegenwehr hat GerhardK gefunden…auch er wurde Opfer einer Betrüger-Bande im Internet und er macht es richtig, er nennt Namen…hier mal sein Text:

An die
Sparkasse Mainz
Rechtsabteilung
55028 Mainz a Rhein

Datum
Betr.: Kto. Nr. 200031656 bei Ihrer Bank (BLZ 55050120) – Anwaltskanzlei Celine Lürmann

Sehr geehrte Damen/Herren,
die Anwaltskanzlei Celine Lürmann (Postfach 801701, D-81614 München) wickelt über das oben aufgeführte Konto bei Ihrer Bank Inkassomaßnahmen des betrügerischen Online-Dienstleisters Online Content LTD ab. (Zimmersmühlenweg 11, 61440 Oberursel/Ts. Telefon: +49 180 / 3471133-649 (9 Cent / Minute) Telefax: +49 180 / 3471133-710 (9 Cent / Minute); alte Adresse: Wiesbadener Landstraße 16, D-65203 Wiesbaden – Amöneburg Tel. +49-180-3471133-649; Fax: +49-180-3471133-710 (9 Cent / Minute) Director Katarina Dovcovâ; 5 JUPITER HOUSE- CALLEVA PARK, ALDERMASTON ROADING BERKSHIRE RG78NN GB
Die Firma Online Content LTD arbeitet im Internet mit verdeckt kostenpflichtigen Methoden, sogenannten Abonnement-Fallen, indem fragwürdige Dienstleistungen in Anlehnung an andere kostenlose Angebote (z.B. Routenplaner u.dgl.) täuschend echt kopiert werden und ahnungslose Kunden auf diesen Seiten zur Angabe ihrer Postadresse verleitet werden. Lediglich im Kleingedruckten wird auf die Kostenpflichtigkeit der Eintragung hingewiesen; eine angemessene Gegenleistung wird nicht erbracht. Diese Irreführung ist auch Gegenstand aktueller Urteile (z.B. des Amtsgerichtes München vom 16.01.2007; Az: 161 C 23695/06). Demnach fehlt es unter diesen Umständen an zwei übereinstimmenden Willenserklärungen und damit an einem wirksamen Vertrag. Ein solcher „Vertrag“ wäre ohnehin wegen Sittenwidrigkeit nichtig, weil Leistung und Gegenleistung ganz offensichtlich in einem krassen Missverhältnis zueinander stehen. Wer seine Adresse leichtgläubig eingetragen hat, erfährt zunächst per e-mail vom Abschluß eines Abonnements. Später, zumeist nach Monaten, kommen Rechnungen und laufend erhöhte Mahnschreiben (maschinell erstellt ohne Unterschrift), aktuell von der Anwaltskanzlei Lürmann, die offenbar alle Inkassoaufträge der Firma Online Content übernommen hat.
Bis Maßnahmen nach dem UWG allerdings greifen, sind oft Wochen vergangen und die unrechtmäßig erlangten Gewinne sind längst beiseite geschafft. Auch Maßnahmen der Strafverfolgung können nicht so schnell ergriffen werden, dass der finanzielle Schaden bei den Opfern begrenzt wird. Ich möchte daher an Sie sehr dringend appellieren, dazu beizutragen, den Drahtziehern und Helfern diese Unrechtsgewinne vorzuenthalten. Kündigen und sperren Sie bitte das obengenannte Konto der Kanzlei Lürmann! Diese Maßnahme ist rechtlich zulässig. Ich verweise auf einen Beschluß des OLG Karlsruhe (6W31/97), mit dem eine entsprechende Maßnahme einer anderen Bank abgesegnet wurde. Sie sind nicht verpflichtet, an einem Wettbwerbsverstoß gemäß § 1 und 3 UWG mitzuwirken. Bezüglich eines sehr ähnlich gelagerten Falles (Online-Verlag GmbH ) mit vermutlich den gleichen Hintermännern hat die Hamburger Sparkasse im Jahr 2000 eine Kontosperrung vorgenommen und damit wirkungsvoll das Abschöpfen betrügerisch erlangter Gewinne verhindert. Für eine kurze Mitteilung wäre ich Ihnen dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
PS. Weitere Informationen zu den dubiosen Geschäftspraktiken der Firma Online Content und zur Kanzlei Lürmann finden Sie im Internet unter diesen Namen bei Google.

Kategorien:Allgemein
  1. eine Geprellte
    Dezember 27, 2007 um 6:39 | #1

    Achtung,
    die Konto-Nr. von der Anwaltskanzlei Lürmann im Bezug auf
    online Content LTD ist:
    663762384 BLZ 70040041 Comerzbank München

  2. it-expert
    Dezember 28, 2007 um 2:46 | #2

    Also ich rate jedem der solche Mahnung oder Schreiben bekommt nicht zu zahlen, lasst Euch nicht einschüchtern. Was ich empfehle ist installiert Euch doch ein Programm oder Firewall, was Eure IP-Adresse nicht nach Auss gibt, ein sogenanntes Internetspurenvernichtungsprogramm, wenn das installiert ist können die gar nichts machen.
    Von wem bekommt Ihr denn diese Mahnungen?? Habt Ihr Euch eigentlich dort angemeldet oder seit Ihr nur auf deren Homepage gewesen.
    In euren Temporären Internetdateien kann man alles nahvollziehen, besser ist noch Ihr installiert Euch einen Zwangsproxy, dort könnt Ihr alles nachvollziehen.

    Gruss

    It-Experte

  3. 4topas
    Dezember 28, 2007 um 4:00 | #3

    @it-expert
    Die meisten Mahnungen kommen per E-Mail…die Betreiber der Seiten speichern die IP-Adressen schon beim ersten Aufruf der Seite und fügen diese IP dann in dem Drohschreiben mit ein.
    Das alles ist nicht wirklich neu und soll beim Empfänger nur den nötigen Druck aufbauen damit dieser auch brav zahlt.
    Anonymisierungsdienste bringen da auch nicht wirklich viel weil Du ja die E-Mail auf jeden Fall bekommst (dann zwar mit einer „Künstlichen IP“) aber der Text dürfte in etwa der selbe sein.
    Mein Tipp an die Opfer, sofern nicht die richtige Anschrift bzw. der richtige Name bei der Anmeldung eingegeben wurde…einfach die Mail in den Müll schmeißen und in Zukunft soche Angebote meiden.

  4. Gerd Fraenkle
    Dezember 30, 2007 um 3:20 | #4

    Auch ich habe Post von Celine bekommen. Ich habe den o.g. Brief von Herrn Gerhard K meinem Fall angepasst und an die Commerzbank in München weitergeleitet.

    Gerd

  5. marie
    Dezember 31, 2007 um 12:32 | #5

    Hallo ihr lieben,
    ich habe post von genau diesem angeblichen rehtsanwalt bekommen,ich war so doof und habe meine adresse bei der anmeldung angegeben…
    was soll ich jetzt machen?reicht es wenn ich diese briefe ignoriere?hört das dann irgendwann auf?
    Liebe grüße
    marie

  6. Dezember 31, 2007 um 5:30 | #6

    Hallo marie,
    wenn Du schon Deinen richtigen Namen bei diesen Leuten hinterlasssen hast, hift jetzt nur noch der umgehende Widerspruch.

  7. Anita
    Januar 1, 2008 um 12:08 | #7

    Hallo,
    dankbar diese Zeilen im Netz gefunden zu haben, bin ich mom auch betroffen. Habe nach einer Mahnung an meine Privatadresse per Einwurfeinschreiben an Online Content LTD. geantwortet und nun vom 19.12. eine Mahnung der Anwältin Lürmann erhalten – noch nicht geantwortet, soll bis morgen die Summe (nun 105,86 EUR) zahlen, für Routenplaner-Dienste! Was mach ich nun, erneutes Ernschreiben an Lürmann?
    Danke für eine evtl. schnelle Antwort.
    Gruß Anita

  8. Januar 1, 2008 um 2:05 | #8

    Hallo Anita,
    wie Du Dich in Deiner Situation am besten verhalten solltest kannst Du hier erfahren:
    http://forum.kijiji.de/forum-16.html
    In diesem Forum wirst Du sehr viele Betroffenen finden mit genau den selben Problemen…
    Rechtliche Hilfe können wir hier leider nicht anbieten…
    Allerdings bieten wir Dir an, das wir Deine Erfahrngen mit Routenplaner hier auf diesen Seiten veröffentlichen.

  9. Januar 1, 2008 um 4:33 | #9

    Danke für die hilfreichen Infos!
    Ein weiterer Geschädigter.
    Macht weiter so!
    Grüße aus Franken
    Stefan

  10. 10 Gabi
    Januar 5, 2008 um 8:54 | #10

    Tja, wie sich die Zahlen gleichen, auch ich habe eine Rechnung erhalten, diese fristgerecht bezahlt und bekommen jetzt trotzdem eine Mahnung incl. Gebühren in Höhe von 105,21 Euro.

    Es steckt System dahinter !!!!

  11. Betroffener
    Januar 5, 2008 um 10:59 | #11

    Bin auch betroffen, werde gar nix machen!
    Ausser Anzeige bei der Polizei Abt. Betrugsdezernat!

    mfG G.

  12. Frank
    Januar 5, 2008 um 11:00 | #12

    Habe leider auch so einen netten Brief “ Mahnug “ bekommen
    von der Anwaltskanzlei Lührmann.

    Wie kann man sich nun verhalten zahlen oder nicht??
    Nur komisch meine Summe beträt nur 104,54 Euro.

    Bin gespann was passieren wird.
    Werde erst mal nicht zahlen.

    Hoffe das mir einige Leser weiterhelfen können.

  13. Bernd
    Januar 5, 2008 um 2:08 | #13

    1. Auf keine Fall irgend etwas bezahlten.

    2. Mit der IP-Adresse könne die nichts anfangen. Die müssen im Streitfall beweisen, dass die IP-Adresse zu der fraglichen Zeit dem Namen zuzuordnen ist. Das können die auf keinen Fall. Dafür müßten sie die Daten des Providers haben. Bis Ende 2007 wurden diese Daten nur ein paar Tage gespeichert. Zugriff hat aber nur die Staatsanwaltschaft und nicht irgendwelche dahergelaufenen Internet-Abzocker.

    3. Auch wer seinen Namen und die Adresse eingegeben hat, muß sich keine Sorgen machen. Die Daten hätte auch jeder andere eingeben können. Die müssen im Streitfall die Identität nachweisen.

    4. Am besten auf die Mahnungen und Anwaltsschreiben überhaupt nicht reagieren. Nach dem Infostand der Verbraucherzentrale ist bislang kein einziger Nutzer verklagt worden. Das sind kriminelle Internet-Gangster, die fürchten die deutschen Gerichte wie der Teufel das Weihwasser.

    5. Also immer schön ruhig bleiben und alle Posteingänge wegheften. Dann erledigt sich das Problem von selbst.

    Schöne Grüße
    Bernd

  14. Brigitte
    Mai 2, 2008 um 3:34 | #14

    BERND Du nimmst mir das Wort aus dem Mund… gar nicht drauf reagieren…totlaufen lassen… Die müssten ja tausende PROZESSE anstreben und das für eine “ nicht ausgeführte Arbeitsleistung „…
    Wie schon anderweitig erklärt, hätte ich da einen netten Vorschlag:
    Man gehe in ein Cybercafé, suche die ‘entsprechende Seite’ und fülle das Formular nochmals aus mit den „echten Namen und Adresse der INHABER“ und auch deren
    eigene Emailadresse ! Dann bekämen sie selber (wenn viele von Euch das auch machen
    würden ) eine Flut von Rechnungen und Mahnungen …
    Mehr kann man ja auch nicht machen lol…

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