Bergland

Weniger “unrechtmäßige Musikdownloads” 2007

Veröffentlicht in medien, urheber by dobermann projekt am März 9th, 2008

Wir erinnern uns: In einem zweiseitigen Brief hat die Musikindustrie EU-Parlamentariern noch im Dezember 2007 ihren Wunschzettel für das Jahr 2008 vorgestellt, maßgeblich und federführend war dabei der deutsche Bundesverband Musikindustrie.
Der Titel klingt harmlos: “Technische Ansätze gegen Online-Copyright-Verletzungen”. Im Klartext beschweren sich die Lobbyisten (allen voran Deutschland) des internationalen Verbands der Musikindustrie IFPI über Internet-Provider und nennen deren Kooperation beim Kampf gegen Online-Raubkopien “nicht zuvorkommend genug”.
Provider würden kaum gegen die Copyright-Brüche ihrer Kunden vorgehen, bemängelt die IFPI in dem Schreiben. Dabei hätten Provider doch die “totale technische und kommerzielle Kontrolle über den Internet-Verkehr” ihrer Kunden. IFPI fordert nun: Provider sollen diese Macht nutzen, um gegen die “massive Musikpiraterie in P2P-Tauschbörsen” vorzugehen. Denn mit etwa 20 Milliarden illegalen Musik-Downloads im Jahr übertreffe die Piraterie den “sich entwickelnden legalen Digitalmarkt”.

Der gleiche Bundesverband Musikindustrie gibt nun neue Zahlen heraus und stellt fest:
Im vergangenen Jahr wurden nur 312 Millionen digitale Musikstücke unrechtmäßig aus dem Internet geladen. Das sind 62 Millionen weniger als im Jahr 2006.

2006 waren es noch 374 Millionen Titel.
Grund für den Rückgang: Erstmals nutzten mehr Menschen legale Angebote für den Musik-Download als illegale Tauschbörsen.

Hier gibt es den ganzen Artikel:

Anmerkung: Auch wenn immer mal wieder anderes behauptet wird, Tauschbörsen bzw. deren Nutzung sind nicht illegal…