Die Musikindustrie hat durchweg versagt
Der drittgrößte britische Telekommunikationsanbieter TalkTalk widersetzt sich der Musikindustrie, die von den Providern weit reichende Maßnahmen gegen die illegale Verbreitung von Musik über das Internet fordert. Die britischen Zugangsanbieter sollen nach dem Wunsch des Musikindustrie-Verbandes BPI durch die Verbreitung illegaler Kopien aufgefallene Kunden verwarnen und beim dritten Verstoß vom Netz abklemmen, heißt es in britischen Medienberichten. Als einer der betroffenen Provider hat sich TalkTalk nun öffentlich dagegen ausgesprochen.
Charles Dunstone, CEO von TalkTalk-Mutterkonzern Carphone Warehouse, will sich nicht zur „Internet-Polizei“ der Film- und Musikindustrie machen lassen und damit die Rechte seiner Kunden beschneiden. „Die Musikindustrie hat durchweg versagt, sich dem Wandel der Technik anzupassen und will ihre Probleme nun auf andere abwälzen“, erklärte Dunston. „Statt uns zu drohen, sollte BPI die Zeit besser darauf verwenden, die Realität zu akzeptieren und das Geschäftsmodell entsprechend anzupassen.“
„Ich kann mir keine Umstände vorstellen, unter denen wir einen Kunden aufgrund der Vorwürfe eines Dritten abschalten“, stellt Dunston klar.








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