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Archiv für April 10, 2008

Abzockern die Stirn bieten…

April 10, 2008 BlackHole Kommentieren

In den letzten Tagen haben wir an dieser Stelle immer wieder über dubiose Anwälte und deren Masche -im Auftrag noch dubioserer „Unternehmen“ arglose Internet-Nutzer abzumahnen -geschrieben. Mittlerweile berichten auch andere Webseiten ausführlich über das Vorgehen solcher Leute und über Möglichkeiten der erfolgreichen Gegenwehr. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen das nicht auf jede dieser „Zahlungsaufforderungen“ reagriert werden muss/sollte. Wenn der Nutzer es z.B. vermieden hat seinen richtigen Namen (Klarnamen) bzw. Anschrift im Anmeldeforumlar einzugeben und auch eine andere E-Mail Addi (sog.Wegwerf/Einweg-E-Mail) bei der Anmeldung gewählt hat , passiert in aller Regel gar nichts. Die angeblichen Rechnungen/Zahlungsaufforderungen werden dann an die im Anmeldeformular angegebene E-Mail verschickt und das war es dann auch schon. Die Abzocker kommen nicht mehr weiter. Dieser Hinweis sollte jetzt nicht mißverstanden werden, wir setzen natürlich vorraus das der Nutzer sich irrtümlich angemeldet hat und dabei – weil er so wenig Daten wie möglich im Internet über sich preisgeben wollte- Phantasienamen nutzt. Ein solches Vorgehen ist legal.

Für alle anderen, die sich mit richtigen Namen und Anschrift bei solchen Firmen angemeldet haben,oder deren minderjährige Kinder dies getan hatten und nicht erkennen konnten das es sich dabei um ein kostenpflichtiges Angebot handelt, haben wir zwei Musterschreiben bereitgestellt. Diese Musterschreiben sollten bei Gebrauch an den jeweiligen Fall angepasst werden.

Musterschreiben/Internetabzocke/Erwachsene

Kategorien:abmahnung

EU-Parlament gegen Internetsperren

April 10, 2008 BlackHole Kommentieren

Mit einer Mehrheit hat sich das Europäische Parlament bei der Entschließung zur europäischen Kulturwirtschaft am heutigen Donnerstag in Brüssel gegen Internetzugangssperren als Mittel im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen ausgesprochen. Mit gerade mal 17 Stimmen Vorsprung votierte die Parlamentsmehrheit, gestützt von Sozialdemokraten und Sozialisten sowie den Grünen, für eine Aufforderung an die Mitgliedsstaaten, von Internetsperren abzusehen.
Zuvor war das Thema eigens vom generellen Änderungsantrag abgespalten worden. Die allgemeine Bürgerrechtsklausel fordert, die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen grundlegenden Bürgerrechten unterzuordnen. Gegen diese Klausel wollten Liberale und Konservative nicht stimmen. Zu dem klaren Votum gegen die Internetsperren als Maßnahme etwa gegen die Nutzer von P2P-Tauschbörsen mochten sich aber Konservative und Liberale aber am Ende doch nicht offiziell durchringen.

Den ganzen lesenswerten Beitrag gibt es wie immer bei: heise.de

Kategorien:Web, online, ueberwachung, zensur

Schon wieder mehr legale Musik-Downloads in Deutschland

April 10, 2008 BlackHole Kommentieren

Mehr als eine Million bezahlte Download’s…Tendenz…steigend…

Im ersten Quartal 2008 wuchs die Zahl der legalen Downloads in Deutschland auf 11,3 Millionen Stück. Das entspricht einer Zunahme von 38,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, meldet Media Control. In den ersten drei Monaten des Jahres 2007 zählte Media Control 8,2 Millionen verkaufte digitale Produkte.
Noch stärker legte der Umsatz mit Musik aus dem Internet zu, um 45,2 Prozent auf aktuell 20,4 Millionen Euro. Media-Control-Chefin Ulrike Altig sieht die legalen Musik-Downloads „konsequent auf dem Vormarsch“.
Dabei wurden erstmals mehr als eine Million sogenannte Bundles verkauft, also Produkte mit mehr als einem Titel, innerhalb eines Quartals gezählt. Im Vorjahresvergleich vergrößerte sich die Menge um 63,3 Prozent. Einzeltracks legten um 36,1 Prozent auf 10,3 Millionen Stück zu.
Der Absatz von Tonträgern ging derweil weiter zurück: Die Menge der verkauften CDs sank im Vorjahresvergleich um 9,4 Prozent und das Umsatzvolumen verringerte sich um 8,1 Prozent.

Wir erinnern uns: Noch im Dezember 2007 bettelte der IFPI -allen voran Deutschland- die EU-Parlamentarier in einem zweiseitigen Brief an, endlich etwas gegen die Provider zu unternehmen weil man diese mehr oder weniger mit verantwortlich macht für den angeblich ständig zunehmenden illegalen Musiktausch in Tauschbörsen
Zitat: Provider sollen diese Macht nutzen, um gegen die “massive Musikpiraterie in P2P-Tauschbörsen” vorzugehen. Denn mit etwa 20 Milliarden illegalen Musik-Downloads im Jahr übertreffe die Piraterie den “sich entwickelnden legalen Digitalmarkt”.

Die o.g. Zahlen von Media Control sprechen jetzt -zumindest für Deutschland- eine ganz andere Sprache…der Trend entwickelt sich weiter, hin zu legalen Downloads und zwar ganz ohne Zwang durch irgendwelche selbsternannten Regulierer.