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Archiv für Mai 21, 2008

Videos werden nicht gelöscht…

Mai 21, 2008 BlackHole Kommentieren

Der US-Senator Joe Lieberman hat die Online-Videoplattform YouTube und seine Branchenkollegen erneut dazu aufgefordert, jegliches von terroristischen Organisation wie der Al-Qaida produzierte Videomaterial von ihren Plattformen zu entfernen.
Gleiches gelte für alle Inhalte, in denen Sympathiebekundungen gegenüber derartigen Gruppierungen und Ideologien zu finden sind. Wie das Branchenportal Cnet berichtet, hat der Vorsitzende des Senatsausschusses für Heimatschutz und Regierungsangelegenheiten gestern, Montag, einen Brief an den Google CEO Eric Schmidt geschickt, in dem er seinen Forderungen Nachdruck verleiht.
Die Internetkonzerne würden sich nicht genug dafür engagieren, um solche schädlichen Inhalte aus ihrem Angebot zu löschen. In einem Antwortschreiben verweigert Google die Forderungen des Senators und verweist auf die gängige Rechtslage, die jedem Nutzer das Recht auf freie Meinungsäußerung einräume.
Zudem gebe es in den USA derzeit kein entsprechendes Gesetz, das Betreiber von Webangeboten zur Entfernung derartiger Inhalte verpflichte.

Google solle doch endlich Maßnahmen ergreifen, um der

„Verbreitung der Ziele und Methoden derjenigen, die den Tod von unschuldigen Zivilisten wollen“,

einen Riegel vorzuschieben, fordert Lieberman.
Bei der Suche im YouTube-Archiv sei er auf „Dutzende“ Videos gestoßen, die mit islamistischen Logos gekennzeichnet sind oder die schreckliche Angriffe auf amerikanische Soldaten im Irak und in Afghanistan zeigen. In anderen Beiträgen sei das Training an Waffen zu sehen oder es würden Reden der Al-Qaida-Führer gezeigt.
YouTube werde von den Terroristen als Instrument zur Propagandaverbreitung missbraucht und trage somit zur Radikalisierung des Konflikts bei, kritisiert Lieberman.
Das Videoportal habe hierfür zwar eigene inhaltliche Richtlinien formuliert, ihre Einhaltung werde aber unzureichend kontrolliert. Selbst wenn in einigen der Videos Angriffe zu sehen seien, bei denen US-Soldaten verletzt oder gar getötet werden, würden diese nicht von der Seite entfernt.

Der Betreiber von YouTube, der Internetgigant Google, reagiert eher gelassen auf diese Vorwürfe.
Die Hinweise Liebermans seien zwar prinzipiell hilfreich, seine Forderungen müssten aber dennoch verweigert werden.

„Wir respektieren und verstehen seine Ansichten. YouTube will seine Nutzer aber dazu ermutigen, das Recht auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen“,

heißt es dazu im offiziellen Blog des Unternehmens.
Dies beinhalte auch das Recht, unpopuläre Ansichten zu vertreten.

„Wir glauben, dass YouTube, gerade weil es ein sehr breites Spektrum an vertretenen Meinungen wiedergibt, als Plattform an Wert gewinnt“,

kontert der Internetkonzern.
Eine pauschale Löschung aller Videos der fraglichen Gruppen werde deshalb strikt abgelehnt.

Kategorien:Web, medien, zensur

Napster…Musik Online…

Mai 21, 2008 BlackHole Kommentieren

Der Onlinemusikhändler Napster hat seinen neuen, kopierschutzfreien MP3-Dienst gestartet. Ab sofort stellt Napster über sechs Mio. Musiktitel ohne Kopierschutz zum Download bereit. Neben Verträgen mit allen vier großen Plattenfirmen konnte der Musikservice auch zahlreiche Kooperationen mit Independent-Lables vereinbaren und bietet nun nach eigenen Angaben das größte Angebot an legaler, alternativer Musik. Schon Anfang des Jahres hatte Napster den neuen MP3-Service angekündigt, nun stelle das Unternehmen die weltweit größte Auswahl an MP3s zur Verfügung, heißt es in einer offiziellen Information.

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Die einzelnen Musiktitel und Alben werden überwiegend in einer Qualität von 256 Kilobit pro Sekunde angeboten. Der Preis liegt im Schnitt bei 0,99 Dollar pro Track bzw. 9,99 Dollar pro Album. Die Downloads sind mit allen Geräten und Betriebssystemen kompatibel. Heruntergeladene Dateien werden ergänzt von hochauflösenden Albumcovers. Vorerst ist der neue Service noch auf die USA beschränkt.

„Eine Ausweitung des Angebots auf Europa ist zeitnah geplant“,

so ein Sprecher von Napster Deutschland. Die Angabe eines konkreten Starttermins sei derzeit aber nicht möglich.

Bisher verkaufte Napster seine Musik im WMA-Format und mit Digital Rights Management (DRM). Bei dem Abo-Angebot des Onlinemusikhändlers „To Go“ soll der Kopierschutz beibehalten werden.
Zahlende Abo-Kunden können dafür unbegrenzt Musik nutzen, solange eine monatliche Gebühr von 12,95 bzw. 14,95 Dollar bezahlt wird. „Derzeit hat Napster weltweit rund 750.000 Abonnenten“, so der Napster-Sprecher.
Eine regionale Aufschlüsselung gebe es nicht.

Napster hat auch seinen Webauftritt etwas überarbeitet und die Download-Funktion verbessert. Nutzer können nun mehr Einsicht darauf nehmen, welche Titel bereits erworben und ob diese nach dem Kauf heruntergeladen wurden. Allerdings gibt es aufgrund der Lizenzbestimmungen für bestehende Kunden keine Möglichkeit ihre bereits gekauften kopiergeschützten Musiktitel im DRM-geschützten WMA-Format umzutauschen. Die Lizenzverträge bestehen aber auch für diese Dateien weiter, sodass kein Nutzer Gefahr läuft, erworbene Titel wieder zu verlieren.

Kategorien:medien