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Archiv für August 19, 2008

Patientendaten an Unternehmen weitergegeben,Patienten wurden nicht informiert

August 19, 2008 BlackHole Kommentieren

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Krankenkasse DAK wegen ihres Umgangs mit Patientendaten schärfstens kritisiert.
So sind in den vergangenen Monaten 200.000 Datensätze chronisch Kranker an eine Firma übermittelt worden, die diese Patienten angeblich berät.
Schaar erläuterte, dass es aus seiner Sicht keinerlei Rechtsgrundlage für diesen Vorgang gebe – die Datenweitergabe ist somit illegal erfolgt.
Das Unternehmen Healthways kontaktiert über Callcenter chronisch Kranke. Dabei sind angeblich Krankenschwestern und Pfleger Gesprächspartner. Mit diesem Programm sollen Krankenhauseinweisungen vermieden und Kosten gesenkt werden.
Auf Seiten der DAK sieht man sich im Recht, da eine Datenverarbeitung angeblich im Auftrag (der Patienten) erfolgt sei.
Schaar ist da anderer Meinung und sagte:

Datenverarbeitung im Auftrag heißt, dass mit dem Patienten im Detail exakt festgelegt wird durch die Kasse, welche Daten für welchen Zweck erhoben werden. Aber hier geht es um sehr viel mehr. Es geht hier um die Beeinflussung des Verhaltens der Versicherten.

In einer ersten Stellungnahme wies die DAK zwar darauf hin, dass die Kassenpatienten ihre Teilnahme an dem Programm schriftlich bestätigt haben. Interessanterweise sagte aber der Geschäftsführer von Healthways International GmbH, Michael Klein, das genaue Gegenteil,

die Weitergabe der Patientendaten durch die DAK sei ohne Einverständniserklärung der Patienten erfolgt.

Und weiter:

Die DAK identifiziert Kandidaten und stellt uns diese Kandidaten zur Verfügung. Wir bekommen von ihnen die Stammdaten, das sind die Adresse, der Name.
Wir bekommen von ihnen Krankenhausdaten, Arzneimitteldaten und die Diagnose,
Healthways hat definitiv die Daten bekommen, bevor die Versicherten einwilligten,

so Klein weiter.

Medienkonzerne gehen endlich neue Wege…

August 19, 2008 BlackHole Kommentieren

Rechteinhaber setzen auf Werbepotenzial
Nach Jahren des erfolglosen Kampfes gegen sog. Online-Piraterie auf dem Videoportal YouTube zeichnet sich endlich ein Umdenken der Medienkonzerne ab. So wird von Seiten der Unternehmen bereits darauf verzichtet,eingestelltes, urheberrechtlich geschütztes Material von der Seite löschen zu lassen.
Stattdessen werden derartige Beiträge online gelassen und mit einer kurzen Werbeeinblendung und einem Verweis auf den jeweiligen Rechteinhaber ergänzt.
Wie die New York Times berichtet, sehen Medienkonzerne wie CBS, Universal Music, Lionsgate oder Electronic Arts unautorisierte YouTube-Beiträge, die Teile von Filmen, Musikvideos oder anderen rechtlich geschützten Content enthalten, nicht als Bedrohung an.

„Wir wollen es nicht entschuldigen, dass einige Leute ohne unsere Erlaubnis einfach unser geistiges Eigentum verwenden“,

erklärt Curt Marvis, Chef der Abteilung Digital Media beim kanadischen Medienunternehmen Lionsgate Entertainment gegenüber der New York Times.

„Uns gefällt es aber genauso wenig, wenn Fans unserer Produkte keine ausreichende Möglichkeit haben, an unsere Inhalte heranzukommen“,

ergänzt Marvis. Die meisten jener Nutzer, die urheberrechtlich geschütztes Material auf YouTube einstellen, seien ausdrücklich keine kriminellen Online-Piraten, sondern einfach Fans der vom Unternehmen produzierten Filme.

„Sie versuchen schließlich nicht, sich durch diese Online-Veröffentlichungen finanziell zu bereichern“,

betont Marvis.
Wenn ein Medienunternehmen sich für die Werbevariante entscheidet, soll der betreffende Nutzer, der das Material eingestellt hat, per E-Mail darüber informiert werden, dass ein YouTube-Partner einen Urheberrechtsanspruch auf eines seiner Videos gestellt hat.
In der Nachricht wird mitgeteilt, dass der Rechteinhaber die Verwendung des Inhalts autorisiert hat und künftig Werbeeinblendungen im Rahmen der Wiedergabe des Clips schalten wird.
Wie diese Werbung genau ausschauen wird, ist derzeit noch nicht klar.

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