Gerald Celente – Trendforscher aus den USA prophezeit Totalzusammenbruch
Normalerweise gebe ich persönlich nichts auf irgendwelche Experten-Vorhersagen für die Wirtschaft… zu oft hatten sich z.B. deutsche „Experten“ in der Vergangenheit geirrt, verbreiteten Zuversicht obwohl Vorsicht angebracht gewesen wäre.
Anders sieht es immer dann aus… wenn Gerald Celente sich zu Wort meldet… dann höre nicht nur ich genau hin… auch wenn sich nicht alle seine negativen Vorhersagen erfüllt haben, mit einer „Trefferquote von über 80%“ ist Celente jedes mal sehr nah drann…
Gerald Celente und das von ihm gegründete »Trend Research Institute« sind hierzulande wenig bekannt. Hauptsächlich in Randnotizen wird der Amerikaner mit seinen Vorhersagen zu Trends und Zukunft unserer Gesellschaft erwähnt, meist unter dem Etikett eines Schwarzmalers der Zukunft unserer doch bald wieder guten Zeiten. Die Vorhersagen dieses Instituts sind jedoch von beängstigender Präzision: der Börsencrash 1987, der Zusammenbruch der Sowjetunion 1990, die Asienkrise 1997, das Platzen der Internetblase 2000, der Verlauf des Irak-Kriegs und auch den Abstieg des Immobilienmarktes 2005 mit der folgenden Rezession – all diese Ereignisse hatte der US-amerikanische Trendforscher frühzeitig und mit zielgenauer Treffsicherheit vorhergesagt.
Man kann sagen, dass er in den letzten 30 Jahren eine extrem hohe Quote erfüllen konnte, wenn es um die Präzision seiner Prognosen geht. Umso absonderlicher ist, dass der Mann und seine Arbeit so wenig mediale Aufmerksamkeit erhalten – und doch verständlich: niemand glaubt gerne den Kassandra-Rufen, auch wenn sie sehr plausiblen und seriösen Analysen der aktuellen Sachlage entspringen. Selbst in seiner Heimat hat der US-Amerikaner Celente, trotz einiger fulminanter Auftritte im nationalen Fernsehen und trotz seiner bestechenden und erwiesenen Fähigkeit zur Zukunftsprognose, bisher kaum Gehör gefunden. Treffsichere Pessimisten scheinen den politisch kontrollierten Steuermännern der Medienkonzerne nicht zu gefallen.
Auch zur derzeitigen Krise haben Celente und sein Institut geforscht und die Konsequenzen durchdacht – und unsere nahe Zukunft als sehr düster beschrieben: Celente sieht die größte Depression aller Zeiten auf die Welt, vor allem die USA, zukommen, weit schlimmer als die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre. Durch die weitreichende hohe Verschuldung werden die Auswirkungen dieser Krise noch viel massiver in unser Leben eingreifen als damals. Das gesamte Finanzsystem ist unheilbar krank und wird einen systembedingten Kollaps erleiden, aus dem es kein Entkommen geben wird – trotz aller Rettungsaktionen der Regierungen, die durch Gelddrucken und Zinssenkungen diesem Prozess entgegenwirken wollen. Gerade die riesigen Konjunkturprogramme beschleunigen die Verschuldung und die Inflation derartig, dass am Ende, nach der Hyperinflation, nur der Totalabsturz warten kann. Danach wird sich unser Leben an neue Umstände gewöhnen müssen.
Für die kommenden Jahre sagt der Trendforscher einen kompletten Zusammenbruch der Weltwirtschaft voraus, mit verheerenden Folgen wie Massenarbeitslosigkeit, Geschäftsschließungen im großen Stil, soziale Unruhen, gewalttätige Proteste, ideologische Radikalisierungen sowie weitreichende Armut und Verelendung. Die USA als Vorreiter dieser Entwicklung würde sich in ein paar Jahren auf dem Niveau eines Entwicklungslandes finden, radikalisiert Celente, auch für den Euro-Raum sieht er große Probleme, die in einer Abschaffung der gemeinsamen Währung und einem massiven Wohlstandsfall enden könnte. Erste Anzeichen hierfür liefern die Staaten Portugal, Italien, Spanien und Griechenland, deren aktuell prekäre Lage er als erste europäische Symptome dieser tiefen Krise begreift. Auch andere Staaten der Welt werden in den Staatsbankrott rutschen und ihre Bürger in verheerende gesellschaftliche Umstände bringen. Celente lässt seine Überlegungen in dem Ratschlag münden, sein Leben auf eine weitgehende Autarkie gegenüber dem System umzustellen, um den Folgen der Krise besser begegnen zu können – die Hand des Staates wird schon bald nicht mehr in der Lage sein zu helfen.
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