Bergland

Bioenergie-Boom verschärft weltweite Hungerprobleme

Veröffentlicht in Klima by dobermann projekt am Mai 4th, 2008

Menschenrechtsexperten haben vor einer Verschärfung der weltweiten Hungerprobleme durch den Bioenergie-Boom gewarnt. Immer mehr Ackerflächen würden statt für Getreideanbau zur Bioenergie-Rohstofferzeugung bestellt, sagte der Agrarhandelsreferent der Menschenrechtsorganisation FIAN, Armin Paasch, der Deutschen Presse-Agentur dpa am Samstag in Erfurt. Gut ein Drittel der Preissteigerung für Lebensmittel am Weltmarkt sei auf die Verknappung der Lebensmittel zurückzuführen. Viele Menschen in ärmeren Ländern könnten die Preise nicht mehr zahlen und müssten deshalb hungern, was die Revolten der jüngsten Zeit belegten.

“Es gibt weltweit genug Nahrung für die gesamte Bevölkerung, doch Klimawandel und Bioenergie verschärfen das Umverteilungsproblem”, sagte Paasch. Der Boom der Bioenergie sei als wichtiger Schritt im Kampf gegen den Klimawandel in Europa aufgekommen. “Doch der Boom geht auf Kosten des Rechts auf Nahrung in der Dritten Welt.” So werde der Import der Bio-Rohstoffe in die EU gefördert. “Wir fordern einen sofortigen Förderstopp für den Import von Lebensmittelrohstoffen zur Energieproduktion in die europäische Union.” Außerdem dürfe Europa keine Beimischungsquoten für Biosprit beschließen, ohne die menschenrechtlichen Folgen zuvor zu prüfen.

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Wenn der Inder zweimal isst…

Veröffentlicht in Allgemein, Klima by dobermann projekt am April 24th, 2008

Merkel findet Erklärung für steigende Lebensmittelpreise… und Hunger-Unruhen in der Dritten Welt…
In mehreren Ländern ist es wegen des starken Anstiegs des Reis-Preises zu Unruhen gekommen. In Haiti stürzte die Regierung nach tagelanger Gewalt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte vor politischen und sozialen Gefahren des Preisanstiegs mehrfach in den letzten Jahren gewarnt, der die Existenz Tausender Menschen bedrohe. In Ägypten, Burkina Faso, Indonesien, Elfenbeinküste, Mauretanien, Moçambique und Senegal, Kamerun, Marokko, Guinea und Guinea-Bissau kam es zu Hunger-Demonstrationen und Ausschreitungen die teilweise brutal durch Polizei und Militär niedergeknüppelt wurden. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) in Rom rief bereits mehrfach die internationale Gemeinschaft »dringend« dazu auf, Gelder und vor allem Lebensmittel für akut erforderliche Hilfen in in diesen Ländern bereitzustellen.
Völlig unbeachtet von allen Medien des Westens, kam es in den letzten Monaten vor allem in den Großstädten der genannten westafrikanischen Länder wiederholt zu Hungerrevolten und Protestmärschen.
Am Regierungssitz der Elfenbeinküste Abidjan wurde bei Demonstrationen im März ein 25jähriger getötet. Die senegalesische Polizei zerschlug am 30. März gewaltsam eine Demonstration in der Hauptstadt Dakar, wo es seit November zu Protesten gegen die Teuerung kam, und griff Journalisten an, die über den Protest berichten wollten.
Nicht mehr zu umgehen waren offenbar-nach wochenlangem Ignorieren-Berichte über die jüngsten Ereignisse in Ägypten.
Ein angekündigter und mit brutalen Mitteln unterdrückte Generalstreik mündete in schwerste Zusammenstöße.
In der nord­ägyptischen Industriestadt Mahalla el Kobra kam es zu Gefechten zwischen Textilarbeitern und Sicherheitskräften.
Rund 100 Menschen erlitten Verletzungen, etwa 200 wurden festgenommen. Die Streikenden behinderten den Zugverkehr und warfen Ziegelsteine auf die Polizei, die Tränengas, Gummigeschosse und Knüppel gegen die Demonstranten einsetzte.
Nach einigen Berichten an den Streiks Beteiligter gab es vier Tote.
In Ägypten hatten sich die Preise für Grundnahrungsmittel in den letzten 6 Monaten praktisch verdoppelt.
Ähnliches gilt für Westafrika, dessen Kollektivwährung CFA fest an den Euro gekoppelt ist.
In einer Erklärung wies WFP ausdrücklich darauf hin, daß die steigenden Preise zu weiteren Unruhen führen werden.

Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel allerdings sieht die ganze Sache sehr gelassen und gibt-im Gegensatz zu vielen Entwicklungsexperten und Entwicklungspolitikern- ausdrücklich nicht der ständig steigenden Biosprit-Produktion die Hauptschuld an der Preisexplosion bei Nahrungsmitteln.
Ursache sei vor allem die nicht ausreichend vorhergesagte Änderung der Ernährungsgewohnheiten in Schwellenländern.
In Indien etwa nähmen inzwischen rund 300 Millionen Menschen eine zweite Mahlzeit am Tag ein, sagte Merkel. “Wenn die plötzlich doppelt soviel Nahrungsmittel verbrauchen als sie das früher gemacht haben und dann auch noch 100 Millionen Chinesen beginnen Milch zu trinken, dann verzerren sich natürlich unsere gesamten Milchquoten und vieles andere”, sagte die CDU-Chefin und Noch-Bundeskanzlerin.
Merkel widersprach damit Darstellungen der Weltbank, aber auch von Politikern etlicher Länder und der deutschen Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul bei der Frühjahreskonferenz von IWF und Weltbank in Washington.
So heißt es in einer Weltbank-Studie, die steigende Biosprit-Produktion habe teils erheblich zum Anstieg der Nahrungsmittelpreise beigetragen.
Merkel relativierte die Bedeutung der verstärkten Biokraftstoff-Nutzung für die deutsche Klimaschutz-Politik. Durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien wolle die Regierung insgesamt bis 2020 rund 270 Millionen Tonnen CO2 einsparen.
Auf die von der Regierung durchgepeitschte Nutzung von Biokraftstoffen entfielen davon “nur” fünf Millionen Tonnen.!
Wieczorek-Zeul hingegen, hatte von Studien gesprochen, die der Biosprit-Produktion 30 bis 70 Prozent der Schuld für den Anstieg der Agrarprodukt-Preise geben.
Nach Ansicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace wird auch der Biosprit der zweiten Generation “vom Acker kommen” und mit Nahrungsmitteln konkurrieren. Der enorme Rohstoffbedarf der Anlagen werde ohne Importe nicht befriedigt werden können. “Es wird also nicht etwa deutsches Restholz verfeuert, sondern viel wahrscheinlicher Energiepflanzen von überall auf der Welt”, stellte Greenpeace-Expertin Ulrike Kallee fest.
Biokraftstoffe der zweiten Generation seien in der Herstellung sogar noch teurer als Ethanol und Biodiesel, da die Anlagen, die dafür benötigt werden, sehr teuer sind. Der Sprit müsse also hoch subventioniert werden, damit er sich am Markt halten könne.

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Erst nach Ankündigung einer Untätigkeitsklage gegen die Bundesregierung gibt diese höhere Betrugsfilter-Zahlen bekannt

Veröffentlicht in Klima, rechtliches by dobermann projekt am April 23rd, 2008

Seit dem Start der “Kulanzlösung”, die den Ausbau und Austausch von Betrugsfiltern beschleunigen sollte, steigt die Zahl der verbauten Mängelfiltersysteme in der amtlichen Statistik auf nunmehr 45.237 - Filtertausch findet praktisch nicht mehr statt - PitStop und A.T.U. verweigern weiterhin rechtswidrig den Austausch - DUH-Geschäftsführer Resch fordert amtlichen Widerruf der Zulassungen der Betrugsfilter und Veröffentlichung der vorliegenden KBA-Nachprüfergebnisse für die derzeit lieferbaren Systeme
Es bedurfte erneut der Ankündigung einer Untätigkeitsklage der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) - siehe Pressemitteilung vom 8. April 2008 unter www.duh.de - ehe die Bundesregierung sich zur Veröffentlichung neuer unangenehmer Wahrheiten in der Betrugsfilteraffäre entschloss. Das Bundesverkehrsministerium erklärte im laufenden Rechtsverfahren nach mehrmonatiger Verweigerung, dass nun der DUH die von ihr seit Januar 2008 auf Grundlage des Umweltinformationsgesetzes (UIG) erbeteten “Zulassungszahlen von Diesel-Pkw mit nachgerüsteten Partikelminderungssystemen … in vollem Umfang” zugänglich gemacht werden. Nach den zwischenzeitlich bei der DUH eingegangenen Daten liegt die Anzahl der zum 20. März 2008 verbauten Betrugssysteme mit 45.237 um 20 Prozent höher als bisher zugegeben. Über 90 Prozent dieser Betrugsfilter entfallen auf GAT (35.050 PMS) bzw. (baugleich) Tenneco (6.516 PMS). Auf Bosal entfallen 3.671 PMS.

Bisher hatten Verkehrsministerium, Kraftfahrtbundesamt (KBA) und Bundesumweltministerium - zuletzt Minister Gabriel am 8. März 2008 im Bundestag - stets 170.000 insgesamt nachgerüstete Dieselfilter und knapp 40.000 unwirksame Systeme eingestanden. Die DUH hatte diese Zahlen von Anfang an als zu niedrig bewertet. Doch erst nachdem die Umweltorganisation über eine Länderumfrage eine Gesamtzahl von mehr als 270.000 (Stand: 31. Dezember 2007) eingebauten Filtern ermittelt und eine Untätigkeitsklage gegen die Bundesregierung wegen der Verheimlichung der korrekten Zahlen über die eingebauten Betrugsfilter angekündigt hatte, gab das Verkehrsministerium von Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) nun nach und bestätigt über ein Schreiben des Kraftfahrtbundesamtes vom 16.April die Zahl von 285.707 insgesamt nachgerüstete Partikelfilter (Stand: 20. März 2008), darunter über 45.237 Betrugsfilter.

“Bereits zum zweiten Mal musste die DUH zum Instrument der Untätigkeitklage gegen die Bundesregierung greifen, um korrekte Angaben zum Ausmaß des Betrugsfilterskandals zu erhalten. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel muss dieses katastrophale Ergebnis seines Krisenmanagements beim Betrugsfilterskandal endlich zur Kenntnis nehmen und handeln”, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. “Nur durch den amtlichen Widerruf der Zulassungen wird der Filteraustausch in Gang kommen. Das Instrument der “freiwilligen Selbstverpflichtung” ist einmal mehr gescheitert ” Immerhin sei in diesem Fall nicht auch noch die Durchführung des langwierigen Klageverfahrens notwendig geworden, um die Einsicht zu befördern. “Die Ankündigung einer Untätigkeitsklage gegen die Bundesregierung hat diesmal ausgereicht.” Resch verweist darauf, dass mit den neuen Zahlen das Scheitern der so genannten “Kulanzregelung” endgültig dokumentiert sei. Mit der von der Bundesregierung Ende November 2007 ausgehandelten Vereinbarung, die Bundesumweltminister Gabriel persönlich präsentiert hatte, sollte der Filteraustausch eigentlich innerhalb weniger Wochen vollzogen sein.

Resch: “Wir stehen nun vor der kuriosen Situation, dass die amtliche Zahl der vom Betrugsfilterskandal Betroffenen acht Monate nach Aufdeckung des Skandals durch die DUH weiter zunimmt statt zu schrumpfen.” Die Tatsache, dass der Filtertausch inzwischen praktisch zum Erliegen gekommen ist - nach einer Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) wurden im März bundesweit ganze 118 Betrugsfilter getauscht - zeige, dass die “Kulanzregelung” vor allem den verantwortlichen Betrugsfilterherstellern und den großen Werkstattketten A.T.U. und PitStop nützt. Sie sparen durch den Verbleib ihrer mangelhaften Produkte in den Autos einen zweistelligen Millionenbetrag.

Inzwischen scheint sich auch die Frage zu klären, warum große Werkstattketten wie A.T.U., die für einen Großteil der verbauten schadhaften Filter verantwortlich sind, den Sofortaustausch von Betrugs- gegen funktionstüchtige Filter anderer Hersteller im Gegensatz zu vielen freien Werkstätten seit Monaten konsequent verzögern (s. im Anhang dieser Pressemitteilung beispielhaft dokumentierte Einzelfälle, die bei der DUH in großer Zahl eingehen).

Nach DUH-Informationen aus dem Kreis der betroffenen Autohalter gibt es offenbar vertragliche Absprachen zwischen dem hauptverantwortlichen Betrugsfilterhersteller GAT und der Werkstattkette A.T.U., die offensichtlich von allen Ketten die meisten Betrugssysteme verbaut hat und die für den Quasi-Boykott des Filtertauschs verantwortlich sein soll: Nach dieser Vereinbarung erhält A.T.U. keine Rückerstattung für einen Sofortaustausch unwirksamer Filter durch wirksame Systeme alternativer Hersteller von GAT, wenn der Austausch vor September 2008 stattfindet.

“Wie lange stecken Umweltminister Gabriel und Verkehrsminister Tiefensee ihren Kopf noch in den Dieselruß und beharren weiter auf ihre grandios gescheiterte Politik der freiwilligen Selbstverpflichtungen? Die Leidtragenden sind in jedem Fall umweltengagierte Autohalter, die ihre Filter austauschen wollen, obwohl der Steuerbonus für den unwirksamen Filter entsprechend der ´Kulanzregelung´ weiter gewährt wird, und die Anwohner stark befahrener Verkehrsadern, die weiter unnötig viel gefährlichen Feinstaub einatmen müssen”, erklärte Resch.

Angesichts der Misere, die den Filterskandal auf Jahre zu verlängern drohe, appellierte Resch an die verantwortlichen Minister Tiefensee und Gabriel, die verfehlte “Kulanzregelung” endlich zu beenden: “Wir fordern Sie eindringlich auf, jetzt den Versuch einzustellen, die Öffentlichkeit wider besseren Wissens mit falschen Zahlen zu beruhigen: Machen Sie endlich reinen Tisch und widerrufen Sie die amtlichen Betriebserlaubnisse für die insgesamt mind. 60.000 verbauten Betrugsfilter. Nur so kommt Ruhe in die Partikelfilternachrüstung.”

Seit Monaten wartet die DUH zudem auf die Veröffentlichung der bereits für November 2007 angekündigten Nachprüfungen aller auf dem Markt befindlichen Partikelfiltersysteme durch das KBA. “Für den Erfolg der Feinstaubbekämpfung in unseren Innenstädten ist es wichtig, dass die Verunsicherung der Autofahrer, welcher Filter funktioniert und welcher nicht, endlich ein Ende hat”, so Resch. Erfreulicherweise habe der ADAC Ende März Testergebnisse veröffentlicht, wonach die derzeit angebotenen Systeme von HJS, TwinTec, Remus und Volkswagen im Durchschnitt die Rußemissionen um rund 45 Prozent reduzieren. Es sei absolut unverständlich, warum die amtlichen Nachprüfergebnisse des Kraftfahrtbundesamtes immer noch nicht veröffentlicht werden. “Wir fordern die Bundesregierung auf, auch diese Untersuchungsergebnisse auf den Tisch zu legen und in einer gemeinsamen Anstrengung mit den vom Feinstaub betroffenen Städten, den Ländern und den Auto- und seriösen Filterherstellern für eine breit angelegte Nachrüstung mit funktionierenden Partikelfiltern zu werben”, forderte Resch.

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Tag der Erde

Veröffentlicht in Allgemein, Klima, Soziales, medien by dobermann projekt am April 22nd, 2008

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Der Tag der Erde findet alljährlich in über 175 Ländern weltweit statt und soll die Menschen dazu anregen, ihr Konsumverhalten zu überdenken. Er findet auf Beschluss des US-Kongresses seit 1970 in den USA statt; seit 1990 wird dieser weltliche Feiertag international begangen.
Um auf die Problematik des Klimawandels und die nötige Verminderung des Treibhausgasausstoßes weltweit aufmerksam zu machen, initiierte der seinerzeit amtierende US-Senator von Wisconsin Gaylord Nelson einen nationalen Feiertag mit dem Namen Environmental Teach-in oder Earth Day, welcher am 22. April stattfindet, um die Menschen zum Überdenken Ihres Verbrauches anzuregen. Seit jeher ist der Earth Day in den USA sehr populär und findet alljährlich an tausenden von Universitäten und Colleges statt.

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Anpassung an den angeblichen Klimawandel gefordert…

Veröffentlicht in Klima, Politik by dobermann projekt am März 26th, 2008

Sich mit dem Klimawandel abzufinden und sich anzupassen, sei einfacher und billiger als dagegen anzukämpfen.. Mit dieser Meinung findet sich Roger A. Pielke Jr., Umweltpolitikexperte der Universität von Colorado, in einer Reihe von Forschern wieder, welche die aktuellen Anstrengungen, den CO²-Ausstoß zu reduzieren, für wenig erfolgversprechend halten. Vielmehr müsste man versuchen, die Schäden, die durch steigende Temperaturen entstehen, zu minimieren. Doch nicht alle könnten sich eine Anpassung leisten, kontert Jurrien Westerhof, Klimaexperte (???) bei Greenpeace. “Viele Menschen könnten dabei auf der Strecke bleiben.”
Trotzdem gibt es immer mehr Wissenschaftler, die der Meinung sind, man müsse die Veränderungen akzeptieren. Hans von Storch vom Institute for Coastal Research hält die gegenwärtigen globalen Umweltprobleme gar für so groß, dass die zusätzlichen Effekte durch steigende Temperaturen nicht viel Unterschied machen würden, berichtet die LA-Times. Klima-Skeptiker Pielke versucht die Auswirkungen des Klimawandels am Beispiel von Hurrikans zu relativieren. Die verheerenden Schäden der vergangenen Jahre seien nicht den höheren Temperaturen zuzuschreiben, sondern der dichten Bebauung der Küsten.
Legt man die Hurrikans des vergangenen Jahrhunderts auf die heutige Wohnsituation um, hätte der Great Miami Hurrican von 1926 weit größere Schäden angerichtet als der Sturm Katrina, so der Wissenschaftler.
Sog. Experten fürchten in der Argumentation allerdings eine gefährliche Entschuldigung für Verzögerungen. “Man kann sich nicht an das Abschmelzen der Eisschicht von Grönland oder an das Aussterben von Tierarten anpassen”, so Stephen H. Schneider, Klimatologe der Stanford University. Sich ausschließlich um die Effekte zu kümmern, sei wie “den Boden aufzuwischen, während der Wasserhahn noch läuft”, vergleicht Jonathan Platz von der University of Wisconsin.

Klimawandel…und der Osterhase friert sich den Arsch ab…

Veröffentlicht in Klima by dobermann projekt am März 24th, 2008

Die Osterhasen mußten sich in diesem Jahr warm anziehen und die Skiausrüstung auf Vordermann bringen denn Deutschland erlebt eines der kältesten Osterfeste seit Aufzeichnung der Wetterdaten in Deutschland. An manchen Orten wurde am Wochenende erstmals eine geschlossene Schneedecke an Ostern registriert.
Fast überall in Deutschland bis auf den äußersten Nordwesten habe Schnee gelegen. Regelrechte Schneemassen liegen auf dem Brocken im Harz (100 Zentimeter), auf dem Großen Arber im Bayerischen Wald (180 Zentimeter) und auf der Zugspitze (290 Zentimeter). „Und die Chancen auf einen weiteren Zuwachs der Schneedecke über und nach Ostern stehen gut“,laut Wetterbericht.
Nach Angaben des Wetterdienstes meteomedia strömt zwischen einem umfangreichen Tiefdruckkomplex über Osteuropa und hohem Druck über dem Nordatlantik sehr kalte polare Luft nach Mitteleuropa.

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Megatrend-Erfinder zweifelt an Klimawandel

Veröffentlicht in Klima by dobermann projekt am Januar 4th, 2008

Konsens ist kein Beweis!

Der Zukunftsforscher John Naisbitt hält die Prognosen des Weltklimarates für unbrauchbar. In einem Interview für die aktuelle Ausgabe von Technology Review (seit dem 20.12.07 am Kiosk oder portokostenfrei hier zu bestellen), übt der der mittlerweile 78 Jahre alte Naisbitt scharfe Kritik am IPCC.

Naisbitt war unter anderem als Vorstandsmitglied von IBM und Kodak sowie Berater in den Regierungen von John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson tätig, bevor er gemeinsam mit Patricia Aburdene 1982 sein erstes Buch “Megatrends” schrieb. Es verkaufte sich weltweit neun Millionen Mal und blieb zwei Jahre lang in der Bestseller-Liste der New York Times.
“Ich persönlich bin von dem Denkansatz überzeugt, dass die Zukunft bereits in der Gegenwart verankert ist”, sagt Naisbitt. “Die Zukunft kann ja nicht einfach an einem schönen Frühlingstag vom Himmel fallen. Wir sind stets und überall von der Zukunft umgeben. Und wer es dann schafft, genau hinzusehen, der kann die Zukunft klar erkennen.” Die Warnungen des Weltklimarats IPCC lässt der Zukunftsforscher jedoch nicht gelten: “Sie können keine ihrer Aussagen belegen, legen keine Fakten auf den Tisch”, sagt Naisbitt im TR-Interview. “Ein allgemeiner Konsens ist nicht gleichbedeutend mit einem Beweis. Schreiben Sie das auf: Konsens ist kein Beweis!”

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Licht aus bei Google

Veröffentlicht in Klima by dobermann projekt am Dezember 8th, 2007

Google Deutschland hat das Licht ausgeschaltet

Wer am Samstag den deutschen Ableger von Google besucht(e), sieht/sah schwarz.
Google Deutschland hat seine Homepage schwarz hinterlegt, um auf die Klimaschutz-Aktion “Licht aus! Für unser Klima” von BUND, Greenpeace, WWF und anderen hinzuweisen. Die Initiatoren rufen Jedermann auf, zwischen 20.00 und 20.05 Uhr das Licht auszuschalten. Allerdings ist diese symbolische Aktion umstritten. So befürchten einige Kritiker, dass die Aktion das Stromnetz lahmlegen könne.

Kaltes Äquator-Wasser reguliert Regen in Afrika

Veröffentlicht in Klima by dobermann projekt am November 26th, 2007

Ein internationales Wissenschaftsteam unter Federführung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) http://www.ifm-geomar.de arbeitet an einem effektiven Vorhersagemodell über die Niederschläge in Westafrika und in Brasilien. Wesentlich dafür ist das bessere Verständnis der Rolle des tropischen Atlantik für Klimaschwankungen. Ein umfassendes Messprogramm soll jene physikalischen Prozesse besser verständlich machen, die die Schwankungen der Meeresoberflächentemperatur steuern. Das Forschungsvorhaben ist ein Beitrag zum internationalen “Tropical Atlantic Climate Experiment” (TACE) http://www.clivar.org/organization/atlantic/TACE/tace.php. Erste Ergebnisse dieser Studie werden auf der 2. Internationalen Konferenz des AMMA Programms (African Monsoon Multidisciplinary Analysis) vorgestellt, die vom 26. bis 30. November am Forschungszentrum Karlsruhe stattfindet.

Nicht nur in Indien sind die Menschen auf den Monsun angewiesen, sondern auch in Westafrika und im Nordosten Brasiliens gibt es diese saisonalen Regenfälle, die starken Schwankungen unterliegen. Bekannt ist, dass die Niederschlagsmenge zu einem großen Teil von den Wassertemperaturen im zentralen und östlichen äquatorialen Atlantik bestimmt wird. Die Niederschläge in Westafrika und in Brasilien sind nicht nur für die Landwirtschaft von Bedeutung, sie beeinflussen auch Epidemien wie Dengue-Fieber, Malaria, Cholera oder Meningitis. Unklar ist jedoch, welche Rolle die Dynamik des Ozeans im Vergleich zum atmosphärischen Antrieb für die Variabilität der Oberflächentemperatur in dieser Region spielt. Durch die zeitverzögerte Auswirkung von Prozessen im Ozeaninnern auf die Meeresoberfläche würde sich eine Vorhersagbarkeit der Meeresoberflächentemperatur und damit des Niederschlags von Wochen bis zu einigen Monaten ergeben.

Ausschlaggebend für die Niederschläge ist die Temperatur in der so genannten äquatorialen Kaltwasserzunge, die besonders während der Nordsommermonate ausgeprägt ist. Die Oberflächentemperaturen liegen dann zwischen 20 und 25 Grad und sind damit deutlich kühler als polwärts in einigen 100 Kilometern Entfernung. Die Forscher haben festgestellt, dass hier Wasser aus einer Tiefe von etwa 100 Metern aufquillt und im so genannten äquatorialen Unterstrom von Brasilien bis in den Ostatlantik transportiert wird. Durchschnittlich strömen 20 Mio. Kubikmeter Wasser pro Sekunde - das ist etwa hundertmal soviel wie der Amazonas - in einer Tiefe von etwa 100 Metern nach Osten.

Die Forscher hatten im Sommer 2006 Messinstrumente im zentralen äquatorialen Atlantik installiert, die die Schwankungen der Meeresströmungen in der Versorgungsroute zur Kaltwasserzunge über mehrere Jahre bestimmen sollen. Erstmals wurden auch flächendeckend Turbulenzmessungen im Ozean durchgeführt. Die turbulenten Bewegungen im Ozean sind sehr kleinräumig und finden auf Skalen von Metern bis Millimetern statt. Sie vermischen das relative warme Wasser an der Meeresoberfläche mit dem kälteren Wasser in größeren Tiefen. Ihre Energie beziehen sie dabei aus dem Wind, der mittleren Meeresströmungen und aus internen Wellen im Ozean. Die seit September 2005 durchgeführten Turbulenzmessungen, haben deutlich gezeigt, dass diese kleinskaligen Bewegungen während der Sommermonate eine Abkühlung der Meeresoberflächentemperatur von etwa zwei bis drei Grad pro Monat hervorrufen. “Somit stellt die Turbulenz einen der wichtigsten Prozesse für die Entstehung der Kaltwasserzunge dar”, so der Leiter der Nachwuchsgruppe Marcus Dengler.

Die Messungen im tropischen Atlantik liefern darüber hinaus wichtige Vergleichswerte zur Bewertung der Qualität von verschiedenen Modellsimulationen. Durch eine verbesserte Darstellung der verschiedenen beobachteten Prozesse in Modellen und durch die direkte Einbeziehung von Messungen in die Simulationen sollen Vorhersagen der Meeresoberflächentemperatur verbessert werden. Diese sind eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Prognosen der Monsunniederschläge in Westafrika.

Ich ahnte es schon längst…und lies ihn trotzdem einbauen…

Veröffentlicht in Klima by dobermann projekt am November 22nd, 2007

Zehntausende Dieselautos in Deutschland sind mit unwirksamen Rußpartikelfiltern nachgerüstet worden. Mindestens drei Herstellern wurde vom Kraftfahrtbundesamt die Betriebserlaubnis für die Partikelfilter entzogen. In etwa 40 000 Autos seien die Filter mit geringer oder keiner Wirkung bereits eingebaut. Bei einem der drei Unternehmen - dem Gladbecker Hersteller GAT - ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts. Völlig ungeklärt sind bislang Fragen der Haftung oder des Schadensausgleichs.
(dpa)