AVG verschiebt Virenlösung für Mac OS
“Die Anzahl der Apple-Schädlinge rechtfertigt keine eigene Software”
AVG hat die Version seiner Antivirensoftware für das Apple-Betriebssystem Mac OS X auf unbestimmte Zeit verschoben. Nach Einschätzung von Karel Obluk, CTO bei AVG, lohnt sich eine Veröffentlichung angesichts der wenigen Mac-Schädlinge nicht.
“Es gibt bisher sehr wenige Schadprogramme für Apple-Computer.
Eine Version für Mac OS sollte das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt sein. Es befindet sich also noch in der Entwicklung. Die Markteinführung ist für den Zeitpunkt geplant, da der Endanwender diesen Schutz tatsächlich benötigt”, erklärte Obluk.
Ende 2006 hatte AVGs Chefstratege Larry Bridwell erstmalig eine Apple-Version der Antivirensoftware auf in Aussicht gestellt. Sie sollte auf einer Variante für das Unix-Derivat BSD basieren, das Mac OS X ähnlich ist. Letzte Woche hatte der Antivirensoftware-Hersteller zudem die Version 8.0 von AVG für Windows angekündigt, die einen besseren Schutz vor schädlichen Webseiten bieten soll.
Textverarbeitungsprogramm für Mac
Das Textverarbeitungsprogramm Scrivener versucht Microsoft Word Konkurrenz zu machen. Vor allem Schriftstellern, Journalisten und Akademikern, aber auch allen anderen, die sich mit Texten intensiv auseinandersetzen, will das vielschichtige Programm die Arbeit erleichtern. Kreatives Schreiben am Computer solle mit Scrivener erleichtert und zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht werden, berichtet der Guardian. Bisher ist das Programm nur für Macs verfügbar, eine Windows-Version ist derzeit nicht geplant. Scrivener vereinfacht das Sammeln von ersten Entwürfen, Informationen, Notizen und vorläufigen Textversionen. Ringmappe, Scrapbook, Pinwand, Outliner und Texteditor vereinen sämtliche Arbeitsmaterialien in einer Anwendung. Dank der “Full Screen” Option kann man alle ablenkenden Bildschirmanzeigen ausblenden und sich lediglich auf seinen Text konzentrieren - als hätte man ein weißes Blatt Papier auf einem leeren Schreibtisch vor sich.
Trojaner auf zahlreichen Porno-Websites aufgetaucht…
Ein sog. Mac-Trojaner namens OSX.RSPlug.a ist auf zahlreichen Porno-Websites entdeckt worden. Er soll die User durch das Ändern der Mac-DNS-Einstellungen auf Phishing-Sites locken. “Das ist die erste (1.) gezielte Attacke auf Mac-User durch eine professionelle Malware-Organisation”, sagt Alex Eckelberry, Chef des Sicherheitsspezialisten Sunbelt.
Apples geringe Marktverbreitung hindert jedoch nach Expertenmeinung die Ausbreitung derartiger Angriffe. Die aktuelle Gefahr durch den Trojaner sollte deshalb nicht überbewertet werden. “Mac-User sollten aber nicht glauben, dass sie unverwundbar sind, nur weil sie einen Mac nutzen”, sagt Sicherheitsexperte Bojan Zdrnja vom Internet Storm Center. Mittlerweile seien Millionen von neuen Mac-Geräten auf dem Markt, auf denen das Betriebssystem OS X laufe - neben Computern und Ibooks auch der Ipod Touch oder das Iphone, gibt auch Eckelberry zu bedenken.
Den OSX.RSPlug.a können sich Mac-User nur beim Anschauen von Videos auf infizierten Porno-Websites einfangen. Klickt der Anwender dort auf einen Link, um das Video aufzurufen, öffnet sich ein Dialogfeld, in dem dazu aufgefordert wird, für Quicktime zusätzliche Software zu installieren. Abhängig von den Browser-Einstellungen startet der Download automatisch. Noch ist unklar, wie viele Pornoseiten infiziert sind. Sicherheitsspezialist Intego warnt jedoch vor einer groß angelegten Spamattacke in Apple-Foren und -Communities, die Mac-User auf Phishing-Sites locken soll.
Als Schadfunktion verbiegt der Trojaner dann die DNS-Einträge auf vom Virenbastler kontrollierte Server, der den Browser mit gefälschten DNS-Antworten für eBay, Paypal und einige Banken- auf Phishing-Seiten umleitet, und erstellt einen Cronjob, der jede Minute diese Einstellung überprüft und gegebenenfalls wiederherstellt. Intego zufolge gibt es unter Mac OS X 10.4 keine Möglichkeit, die DNS-Einträge in der Bedienoberfläche ausfindig zu machen; unter Mac OS X 10.5 (Leopard) kann man sie in den erweiterten Netzwerkeinstellungen finden.
Laut Sunbelt erkennt bislang keiner der Virenscanner auf Virustotal den Schädling. Von dem Trojaner scheint es bereits einige wenige Variationen zu geben, wie Intego anhand mehrerer Downloads herausgefunden hat. Als Schutzmaßnahme können Anwender vorerst nur Vorsicht walten lassen oder auf einen Virenscanner für Mac OS X setzen, in der Hoffnung, dass der Antivirenhersteller den Schädling bereits kennt und dafür eine Signatur bereitstellt.
Mac OS X 10.5 kommt am 26. Oktober
Apple hat die Markteinführung für das neue Mac OS 10.5 (Leopard) für den 26. Oktober, den letzten Freitag des Monats, angekündigt.Mac OS 10.5 bietet neben einer veränderten Oberfläche neue Features wie die Time-Machine zum Wiederherstellen von verlorenen Dateien. Zum Funktionsumfang gehört auch die vollwertige Version von Boot Camp.

Mac OS X 10.5 läuft auf normalen PCs…
Eine Vorabversion des für Oktober erwarteten Mac OS X 10.5 (Leopard) haben Hacker so modifiziert, dass die Installation des Apple-Betriebssystem auch auf einem gewöhnlichen PC möglich ist.
Schon vor Wochen kursierten in einschlägigen Foren Anleitungen, wie man Beta-Versionen von Leopard so modifizieren kann, dass diese auch auf herkömmlichen Standard-PCs funktionieren. Aufgrund der komplexen Prozedur mit dem manuellen Austausch einiger Kernel-Extensions war dieser Weg jedoch nur Spezialisten vorbehalten. Das von einem Hacker in Umlauf gebrachte DVD-Image vereinfacht die Setup-Prozedur, sodass sich kaum ein Unterschied zu der sehr einfachen Installation in Verbindung mit einem Original-Mac ausmachen lässt: lediglich einige Treiber muss der Anwender für die entsprechende Hardware auswählen. Möglich wurde die Erstellung einer Install-DVD für PCs, weil ein anderer Hacker eine Kernel-Version entwickelt hat, die die Koppelung des Betriebssystem-Kerns an die Apple-Hardware umgeht.
Die Installation der modifizierten Leopard-Version ist allerdings auf Systeme mit Intel-CPUs mit SSE3-Erweiterung und Mainboards mit High Precision Event Timer (HPET) begrenzt. Mit dieser Hardwareausstattung gelingt die Installation von Mac OS X sehr einfach. Für eine optimale Performance der wichtigen Grafikschnittstellen Quartz Extreme und OpenGL sind ältere ATI- und Nvidia-Grafikkarten gut geeignet. Neuere Modell scheiden wegen fehlender Treiber aus. Während die Stabilität und Performance sich nicht von echten Macs unterscheidet, fehlen dem PC-System mit modifzierter Mac-OS-Version jedoch einige Features, die auf Original-Apple-Hardware zur Verfügung stehen: So ist beispielsweise der Standby-Modus nur in den seltensten Fällen funktionsfähig.
iPhone ist böse…
Stand der Dinge ist laut „Wired“, dass das iPhone derzeit nicht kompatibel mit forensischer Software und Datenextraktionssystemen ist.
In einem „Wired“-Artikel, der sich mit dem iPhone und forensischem Beweismaterial beschäftigt, äußert sich Amber Schroader, CEO von Paraben, die forensische Software entwickeln, dazu, dass es nicht möglich sei, forensisches Beweismaterial so aus dem iPhone zu extrahieren, dass eine Manipulation der Daten ausgeschlossen werden könne. Dies wiederum sei die Voraussetzung für eine sinnvolle Verwendung der Daten bei Gericht. Folglich sei das iPhone „böse“, es sei Mac-OS X und ein komplett geschlossenes System. Es wird also sehr viel Arbeit erforderlich sein, um dem iPhone Herr zu werden.(?)
Derrick Donnelly von Blackbag Technologies, einer Firma, die auf forensische Lösungen für Macs spezialisiert ist, vertritt im selben Artikel die Meinung, dass man möglicherweise gar keinen Zugang zum iPhone selbst braucht, um Informationen zu sammeln, da viele iPhone-Daten auf einen Computer synchronisiert werden.
In Anbetracht all des iPhone-Hackings ist es allerdings wahrscheinlich, dass die schlauen Köpfe der forensischen Software-Industrie schon bald iPhone-kompatible Lösungen haben werden.
GUte Nachricht…Iphone kommt…
Apple bekommt zehn Prozent des mit dem Iphone erzielten Umsatzes
Apple hat entschieden, wer seine europäischen Partner zum Verkauf des Iphones sein werden. In Deutschland wird T-Mobile das Smartphone verkaufen, in England übernimmt dies O2 und in Frankreich Orange. Allerdings müssen die Europa-Partner von Apple dafür tief in die Tasche greifen. Apple forderte und bekommt zehn Prozent des mit dem Iphone erzielten Umsatzes. Die Verträge wurden bereits unterzeichnet.
Auf der IFA in Berlin will Apple offiziell die Partner für den Verkauf des Iphones bekanntgeben. Der Verkauf soll dann noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft anlaufen.
Apple baut Marktanteil aus…
Im vergangenen Quartal hat Apple seinen Marktanteil bei Computern in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) erweitert. Den Marktforschern von IDC zufolge verkaufte der Konzern im April, Mai und Juni in EMEA insgesamt 405.000 Macs. Das kommt einem Stückzahlenwachstum von 30,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gleich. Der Marktanteil stieg von 2,0 Prozent im zweiten Quartal 2006 auf 2,3 Prozent im zweiten Quartal 2007. Bei den Notebooks kletterte er von 3,0 auf 3,1 Prozent. Der gesamte Computerabsatz in EMEA erhöhte sich um 13,5 Prozent. Bei den Computerherstellern nimmt Apple jetzt den achten Rang ein.
iMacs…
Apple hat auf seinem Presse-Event eine neue Generation von seinen All-in-One-Rechnern vorgestellt. Die neuen iMacs haben ein Aluminium-Glas-Design und sollen sich mit nur einer Schraube öffnen lassen, um beispielsweise RAM nachzurüsten. Die neuen iMacs haben einen metallenen Alufuß, den man schon von der Vorgängerreihe und den Cinema-Displays kennt. Die Gehäuserückseite ist in Schwarz gehalten, während die Front nun aus Alu besteht. Das Display selbst sitzt in einem umlaufenden schwarzen Rahmen. Dabei sind die Geräte erheblich dünner als ihre Vorgänger und mit einem 20 oder 24 Zoll großen Breitbildschirm ausgerüstet. Die Oberfläche der Bildschirme glänzt, wie es auch schon bei den MacBooks der Fall ist. Steve Jobs teilte mit, dass die Kunden diese Bildschirme besonders mögen.
Die Prozessorenausstattung kann sich sehen lassen: Die neuen iMacs sind mit Intels Core 2 Duo mit maximal 2,8 GHz (optional im 24-Zoll-Modell) mit bis zu 4 GByte RAM erhältlich und mit einer ATI-Grafikkarte ausgestattet. Beim kleinsten Modell ist dies eine ATI Radeon HD 2400 XT, bei den anderen kommt ATIs HD 2600 Pro zum Einsatz. Der Festplattenspeicher kann bis zu 1 TByte betragen, von Hause aus bringen die iMacs SATA-Festplatten mit 250 bzw. 320 GByte mit. Dazu kommt ein 8xSuperDrive. Die Geräte sind mit WLAN nach IEEE 802.11n und Bluetooth 2.0 ausgerüstet. Dazu kommen neben dreimal USB 2.0 auch noch FireWire400 und 800.
Die neue Tastatur von Apple ist ebenfalls aus Aluminium und erheblich dünner als die Vorgänger und gerade mal einen Zentimeter hoch. Zwei USB-Anschlüsse zieren ihre Rückseite. Sie besitzt nun Knöpfe zur Medienkontrolle und für die Rechnersteuerung an der rechten Seite. Die Tastatur ist sowohl mit Schnur als auch kabellos erhältlich. Letzteres Modell nimmt per Bluetooth 2.0 Kontakt zum Rechner auf.
Das 24-Zoll-Modell des iMacs soll 1.749,- Euro kosten, die 20-Zoll-Einheit je nach Ausstattung zwischen 1.449,- bzw. 1.199,- Euro. Das preisgünstigste Modell ist mit 1 GByte Speicher und einer 250 GByte großen Festplatte bestückt.
Apple mit Chancen
64-Bit-PCs: Treiber gesucht - Microsoft zögert, Apple mit Chancen
Die Hardware ist da, aber die Treiber fehlen. Grund: Vista mit 64-Bit kaum verbreitet - Apple könnte mit Leopard einiges bewegen.
64-Bit-Prozessoren für Desktops sind bereits seit 2003 auf dem Markt, als AMD seinen Athlon 64-Chip einführte. Das Intel-Pendant dazu kam im Jahr 2005. Aber heutzutage Software zu finden, die diese technischen Möglichkeiten auch nutz, ist schwerer zu finden als ein Beatles-Song bei iTunes, kritisiert das US-Branchenportal Cnet.com.
Mangel
Dieser Umstand ist bislang vor allem auf den schlichten Mangel von passenden Geräte-Treibern zurückzuführen, die den Betrieb von Hardware unter einem Betriebssystem überhaupt erst ermöglichen. Microsoft verlangt diese Entwicklungsarbeit von den Hardware-Herstellern, wollen sie ihre Komponenten für die 64-Bit-Version von Windows Vista anbieten. Nachdem allerdings "Vista 64" noch sehr schwach verbreitet ist, sind nur die wenigsten Hersteller bereit den Mehraufwand für die zusätzliche Treiber-Optimierung in Kauf zu nehmen.
Vorteil
Apple scheint indes einen eleganteren Weg gefunden zu haben, diese Problematik zu adressieren. Mit der Einführung seines für diesen Oktober geplanten Mac OS X 10.5 "Leopard" will der Konzern den Hardware-Herstellern die Verwendung von bestehenden 32-Bit-Treibern für die 64-Bit-Applikation von Leopard ermöglichen, sofern diese dafür qualifiziert sind. Ein vielleicht schnellerer Weg die Migration voranzuführen.
Limits
Tatsächlich ist der Benefit durch das Upgrade auf 64-Bit limitiert. Grob genommen liegt der größte Vorteil der höheren Adressbreite - neben gewissen Performance-Vorteilen - in der Funktion mehr als 4 Gigabyte Arbeitsspeicher ansprechen zu können, der theoretischen Limitierung von 32-Bit-Systemen.
Gegenwärtig sind 4 Gigabyte-Systeme jedoch in der Minderheit. 90 Prozent aller Laptops und 73 Prozent aller Desktops verwenden 1 bis 2 Gigabyte Speicher. 15 Prozent der Standrechner nutzen 3 Gigabyte.
Durch die Spiele-Industrie und wissenschaftliche Einsatzfelder und den Preisverfall von Speicher-Komponenten dürfte sich diese Situation jedoch schon in absehbarer Zeit ändern. Die Hardware scheint der Software somit weit voraus zu sein.
Chance
Durch das separate Angebot von 32- und 64-Bit-Versionen ist der baldige Umstieg auf die 64-Bit-Vista-Welt in diesem Jahrzehnt jedoch fraglich. Selbst das nächste Windows soll noch in zwei getrennten Ausgaben angeboten werden.
Für Apple bietet dieser Umstand die Chance den Usern ab Oktober die Vorteile von 64-Bit zeigen zu können. Zwar kann das jetzige Betriebssystem Tiger unter Verwendung von 64-Bit-Prozessoren zwar auch schon über 4 Gigabyte Speicher ansprechen, ein natives 64-Bit-System ist es jedoch nicht. Mac-Entwickler werden 64-Bit-Applikationen, unter Verwendung Apples-Entwicklungsumgebung Cocoa, erst mit Leopard entwerfen können.
Schwer vergleichbar
Naturgemäß stellt ein derartiger Umstieg Microsoft vor größere Probleme als Apple, so ein Sprecher des redmonder Softwareriesen. Was sich auch bereits bei der 64-Bit-Version von Windows XP zeigte. Die vielfach größere Anzahl an unterstützter Hardware und Programmen erschwere den abrupten Umstieg, heißt es. Apple habe hier sichtlich Vorteile. Microsoft hingegen sieht in seiner Strategie dennoch Vorzüge. Durch die strengere Treiber-Politik zwänge man die Hersteller dazu, saubere Treiber zu schreiben. Schließlich seien gerade diese eine häufige Fehlerquelle und Ursache für System-Abstürze.
Auch Apple glaubt nicht, dass der Umstieg über Nacht passieren wird. Bevor der Mainstream mit 64-Bit-Anwendungen beliefert wird, wendet man sich in den nächsten Jahren vor allem der Grafik-Design-Welt und seinen Mac Pro Workstations.
