Private Musikdownloads bleiben in der Schweiz zulässig
Der Schweizer Ständerat hat heute das bereits vom Nationalrat verabschiedete Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte mit kleinen Änderungen angenommen. Justizminister Christoph Blocher zeigte sich zuversichtlich, dass das Gesetz ohne Referendum durchkommen werde, da die Interessen aller Betroffenen berücksichtigt worden seien. Zu den wichtigsten Punkten gehört, dass der private Download von Werken aus dem Internet uneingeschränkt zulässig bleibt. Auf der anderen Seite dürfen technische Maßnahmen wie Zugangs- oder Kopiersperren im Prinzip nicht umgangen werden.
Bei der Revision des Urheberrechts ging es um die Umsetzung von zwei Abkommen der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) und die Anpassung des Rechts an das digitale Zeitalter. In Deutschland hat der Bundesrat Ende vergangener Woche das Zweite Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft gebilligt. Demnach sollen künftig unter anderem Kopien und damit auch Downloads von “rechtswidrig zugänglich gemachten Vorlagen” verboten werden.
Deutschland’s Bildungssystem ist grottenschlecht…
Das deutsche Bildungssystem ist in einem internationalen Vergleich im vergangenen Jahr um gleich zwölf Ränge abgerutscht - und liegt weltweit nur noch auf Rang 22. Kritiksiert wird im jüngsten OECD-Bericht auch für die geringe Zahl an Abiturienten und Akademikern.
Trotz kleinerer Verbesserungen fällt das deutsche Bildungssystem nach dem OECD-Bericht 2007 im internationalem Vergleich immer weiter zurück. Während die Bundesrepublik in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Studenten um 5 Prozent steigern konnte, legten die 29 anderen wichtigsten Industrienationen im Schnitt um 41 Prozent zu. Deutschland sackt damit nach dem am Dienstag in Berlin vorgelegten Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im weltweiten Vergleich vom 10. auf den 22. Rang ab.
Erneut wird in der jährlichen Bildungsanalyse die geringe Abiturienten- und Akademikerzahl in Deutschland kritisiert. Zudem gebe es zu viele Studienabbrecher. Die Bundesrepublik ist nicht in der Lage, in den nächsten Jahren alle frei werdenden Arbeitsplätze bei Ingenieuren oder Lehrern mit eigenem Nachwuchs zu besetzen, geschweige denn auf den weiteren Trend zur Höherqualifizierung zu reagieren.
OECD-Generalsekretär Angel Gurría kritisierte heftigst die in Deutschland immer noch übliche Aufteilung von zehnjährigen Kindern auf unterschiedliche Schulformen. Oberschichtkinder hätten eine mehr als doppelt so große Studienchance wie Schüler aus einfachen Familien. Nur 21 Prozent aller 15-Jährigen in Deutschland könnten sich perspektivisch überhaupt ein Studium vorstellen. Im OECD-Schnitt sind dies 57 Prozent.
DPA
