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Artikel getaggt mit ‘daten’

Deutschland: CDU Politiker bedienen sich in Polizeidatenbank offenbar nach Lust und Laune…

November 28, 2009 BlackHole Kommentieren

Na wer sagt es denn… CDU-Politiker liefern gerade eine Steilvorlage für alle Überwachungsgegner, sie zeigen einmal mehr, wie einfach es sein kann, sich mit Informationen aus angeblich gut gesicherten Datenbanken zu besorgen.

Am gestrigen Freitag kündigte der CDU-Abgeordnete Peter Dincher aus dem pfälzischen Dahn an, sein Landtagsmandat niederzulegen. Der Ex-Polizist soll eine Polizeibeamtin angestiftet haben, ihm im Zusammenhang mit der spektakulär gescheiterten Privatfinanzierung des Freizeitparks am Nürburgring illegal Daten über Geschäftsleute aus dem Polizeilichen Informationssystem (POLIS) zu besorgen.
Erst zwei Tage zuvor hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Billen zugegeben, dass auch seine Tochter – ebenfalls eine Polizistin – angeblich aus Neugier POLIS-Auszüge mit nach Hause genommen habe. Er habe diese Unterlagen abgegriffen, jedoch nicht an Dritte weitergegeben.

Jetzt wird natürlich wieder großes Heulen und Zähneklappern einsetzen, man wird diese Geschichte als bedauerliche Einzelfälle abtun… naja, wie immer eben.
Nur, es werden eben keine Einzelfälle bleiben, Datenbanken laden gerade dazu ein, sich einfach mal so, mit allen möglichen Informationen zu versorgen… wenn man nicht selber an die Daten kommt, was soll’s,
willige Helfer gibt es überall wie man sieht.

Schöne neue Überwachungswelt… kann man da nur sagen.

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Faktischer Freispruch für Datendieb…

Januar 17, 2009 BlackHole Kommentieren

Irgendwie ist das wieder typisch für Deutschland, da klaut jemand Daten ohne Ende,verkauft diese und bekommt vor Gericht dafür auch noch einen Persil-Schein ausgestellt…

Mit einer Geldstrafe von gerade einmal 900 Euro ist der Datenhändler davongekommen, der im vergangenen Sommer illegal sechs Millionen Adressen an den Bundesverband der Verbraucherzentrale (vzbv) verkauft hat. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner kommenden Ausgabe. Die Berliner Verbraucherschützer hatten den Deal verdeckt abgewickelt, um zu beweisen, wie einfach selbst sensible Konteninformationen auf dem Schwarzmarkt erworben werden können. Eine Strafanzeige des vzbv gegen den 22-jährigen arbeitslosen ehemaligen Callcenter-Angestellten landete beim Amtsgericht Münster, das das Verfahren nun mit einem Strafbefehl beendete.

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Schrittweiser Kollaps der Vorratsdatenspeicherung erwartet

November 8, 2008 BlackHole Kommentieren

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) begrüßt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, den staatlichen Zugriff auf gespeicherte Telekommunikationsdaten weiter einzuschränken. Nach den Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts vom März und Oktober dieses Jahres sind wir zuversichtlich, dass die exzessive Totalspeicherung unserer Verbindungs-, Standort- und Internetdaten auch weiterhin schrittweise in sich zusammen fallen wird.

2009 erwarten wir die Nichtigerklärung der mit Zustimmung von Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) beschlossenen EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung durch den Europäischen Gerichtshof. Falls nicht schon die auf formelle Gründe gestützte irische Klage Erfolg hat, wird eine weitere Vorlage durch ein Gericht die Unvereinbarkeit der anlasslosen Totaldatenspeicherung mit den Grundrechten erweisen. Die Nichtigerklärung der EG-Richtlinie wird sodann den Weg frei machen für die Aufhebung des verfassungswidrigen deutschen Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung durch das Bundesverfassungsgericht.

Vorratsdatenspeicherung

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England: erneut Daten der Regierung auf Parkplatz gefunden…

November 2, 2008 BlackHole Kommentieren

Auf einem öffentlichen Parkplatz ist ein Datenträger mit Benutzernamen und Kennwörtern eines Computersystems der Regierung gefunden worden.

Wie die «Mail on Sunday» berichtete, sei nach dem Abhandenkommen des Memorysticks die Internetseite vorübergehend geschlossen worden. Mittels der Site können hunderte öffentliche Dienstleistungen wie Renten- und Kindergeldanträge oder Steuererklärungen online erledigt werden.
Nach Darstellung eines Behördensprechers enthielt der Stick nur Daten einer «Handvoll Leute» deren Kennwörter verschlüsselt waren. Dagegen schrieb die «Mail on Sunday», dass sich Unbefugte mit Hilfe des Datenträgers Zugang zu persönlichen Details von zwölf Millionen Menschen hätten verschaffen können.
Ein Mitarbeiter einer Computerfirma, die im Auftrag der Regierung das Internetangebot pflegt, hatte das Speichermedium angeblich auf einem Parkplatz in Cannock in der Grafschaft Staffordshire verloren. Das Computerunternehmen sprach von einem Bruch der Regeln und kündigte personelle Konsequenzen an.

Datensammelwut und Mißbrauch…

August 12, 2008 BlackHole Kommentieren

In Deutschland sind Datenträger mit sensiblen Informationen über rund 17 000 Bürger aufgetaucht. Auf den CDs seien nicht nur Namen, Geburtstage, Adressen und Telefonnummern, sondern auch diverse Kontonummern gespeichert, berichtet die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH). Die Daten wurden demnach von einer Firma in Nordrhein-Westfalen an andere Unternehmen verkauft. Sie könnten laut VZSH in Zusammenhang mit einer Reihe von Betrugsfällen in den vergangenen Tagen stehen.
Demnach haben unter anderem als Lottogesellschaften getarnte Firmen über Callcenter Tausende Verbraucher angerufen und in mehreren Fällen ohne Einzugserlaubnis Geld von deren Bankkonten abgebucht. In allen Fällen hätten die Verbraucher zuvor ausdrücklich erklärt, keine Leistungen in Anspruch nehmen zu wollen, sagte VZSH-Sprecher Thomas Hagen. Dennoch seien Beträge von rund 50 Euro monatlich abgebucht worden. Hagen warnte vor weiteren Missbrauchsfällen und rief die Bundesbürger auf, ihre Kontoauszüge genau zu prüfen.
Der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, sprach von einem „Riesen-Skandal“. Der Verkauf von Datensätzen, auf denen sowohl Namen als auch Kontendaten gespeichert seien, habe „eine völlig neue Qualität“, sagte er.

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Microsoft sammelt Gesundheitsdaten

Oktober 5, 2007 BlackHole Kommentieren

Microsoft wird in den lukrativen Markt der Verarbeitung von Gesundheitsdaten einsteigen, hat das Unternehmen gestern angekündigt. Im Rahmen des HealthVault-Programmes werden die persönlichen Gesundheitsdaten verschlüsselt und in einer zentralen Datenbank bei Microsoft gespeichert. Microsoft betont in seiner Ankündigung die Bedeutung von Datenschutz, Kompatibilität und Sicherheit: „Entwickelt in Zusammenarbeit mit führenden Datenschützern, respektierten Sicherheitsexperten und Dutzenden der führenden Gesundheitsorganisationen, wurde HealthVault so gestaltet und gebaut, dass der Datenschutz erweitert und den Menschen die Kontrolle gegeben wird, die sie erwarten und einfordern.“ Zum Start des Programmes ist es Microsoft gelungen, unter anderem die American Heart Association, Johnson & Johnson LifeScan, Hersteller von Blutzuckermessgeräten, das NewYork-Presbyterian Hospital, den Klinik-Konzern Mayo Clinic und MedStar Health, ein Netzwerk von Krankenhäusern, für die Zusammenarbeit zu gewinnen.

Auf der Homepage von HealthVault wirbt der Software-Gigant mit folgenden Worten um Kunden: „Wenn es Ihre Verantwortung ist, die Gesundheit Ihrer Familie zu schützen, können Sie jeden Vorteil gebrauchen. Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Möglichkeit, die wichtigen Gesundheitsdaten Ihrer Familie zu sammeln, zu speichern und weiterzugeben. HealthVault ist der neue, kostenlose Weg, das zu tun. Stellen Sie sich vor, den Fluss Ihrer Gesundheitsdaten zu kontrollieren. Ganz gleich, ob Sie im Internet nach den neuesten Behandlungsmöglichkeiten suchen wollen, vorhandene Gesundheitsdaten katalogisieren, Testergebnisse bekommen oder Trainingsresultate überwachen wollen – HealthVault gibt Ihnen die Kontrolle, die Sie brauchen.“ Was sich Microsoft darunter vorstellt, geht aus einem Bericht der New York Times hervor. So können in Zukunft EKG-Befunde und andere Patientendaten automatisch vom Krankenhaus an HealthVault geliefert werden, von wo die Patienten sie dann abrufen können.
Microsofts Vorhaben ähnelt der in Deutschland von den Krankenkassen und dem Gesundheitsministerium vorangetriebenen Gesundheitskarte oder der ELGA in Österreich.
Nicht zuletzt monieren Ärzteverbände immer wieder, dass die Datenschutzproblematik nicht zufriedenstellend gelöst worden ist. Sie sehen dadurch das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient gefährdet.
Wie steht es um den Datenschutz beim HealthVault? Microsoft erklärt dazu: „1. Die Microsoft-HealthVault-Daten werden von Ihnen kontrolliert. 2. Sie entscheiden, was in Ihren HealthVault-Daten gespeichert wird. 3. Sie entscheiden von Fall zu Fall, wer Ihre Informationen sehen und nutzen darf. 4. Wir werden Ihre Gesundheitsdaten nicht für kommerzielle Zwecke nutzen, ohne vorher Ihre Erlaubnis eingeholt zu haben.“
Das ist die Kurzfassung von der HealthVault-Homepage.
Die Langfassung ist dann etliche Seiten lang und verrät beispielsweise, dass die bei der Anmeldung angegebene E-Mail-Adresse zugleich als Windows-Live-ID zugewiesen wird. Um die wiederholte Anmeldung zu vereinfachen, setzt Microsoft auf Cookies. Da HealthVault nicht nur als Datenspeicher fungiert, sondern auch als Suchmaschine, gibt es auch eine Datenschutzerklärung für die Suchmaschine. In beiden Datenschutzerklärungen wird auf weitere, externe Datenschutzerklärungen verwiesen.

Für die Firma Microsoft und ihre Partner eröffnet der zentrale Zugang zu den Gesundheitsdaten vieler Menschen ganz neue Geschäftsmöglichkeiten. Denkbar wären etwa in Zusammenarbeit mit Versicherungen maßgeschneiderte Verträge und Prämien. Wer gesund ist und fleißig Sport treibt, würde dann sehr kostengünstig eine Lebensversicherung abschließen können. Oder es wäre eine individuelle Dynamisierung von Krankenversicherungsprämien möglich: Steigt der durchschnittliche Cholesterin-Wert, steigt auch die Versicherungsprämie.

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